Ratgeber

Der Katzenkauf

   1. Rassekatze oder Hauskatze
   2. Freigänger oder Wohnungskatze
   3. Eine oder mehrere Katzen
   4. Voraussetzungen für die Anschaffung eines Katzenbabys
   5. Das neue Zuhause
   6. Erstausstattung




Rassekatze oder Hauskatze

Wer auf das Aussehens oder spezielle Eigenschaften keinen großen Wert legt, der kann sich aus dem Tierheim oder vom Bauernhof ein Kätzchen holen. Allerdings haben hier die Bauernhofkätzchen gegenüber den Tierheimkätzchen einige Nachteile. Sie sind oft krank, verwurmt, meistens nicht geimpft und werden meist viel zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt. Bei einer Katze aus dem Tierheim kann man sich sicher sein, dass sie gesund ist und nicht zu jung abgegeben wird. Bei dem Kauf einer Rassekatze kommt der enorme Preisunterschied hinzu. Die oben erwähnten Kätzchen bekommen sie geschenkt oder zahlen nur eine Schutzgebühr.

Wenn Sie allerdings auf die folgenden Vorteile wert legen, sollten Sie ein Rassekätzchen von einem seriösen Züchter erwerben:

  • das Aussehen und Wesen einer Rassekatze sind standardisiert, somit weiß man bereits bei einem Jungtier was einem bei der erwachsenen Katze erwartet
  • die Katze kommt entwurmt und geimpft zu ihrem neuen Besitzer
  • die Katzenkinder werden frühestens mit 12 Wochen abgegeben und sind optimal geprägt und sozialisiert
  • man weiß wo und wie die Kätzchen aufgewachsen sind. Sie haben den Züchter und die Cattery kennen gelernt
  • ein guter Züchter steht Ihnen auch nach dem Kauf jederzeit mit Rat und Tat zur Seite



  • Freigänger oder Wohnungskatze

    Mit seinem Einzug wird das Katzenkind nicht nur Familienmitglied, sondern auch Revierbesitzer. Jede Katze hat gern ein Revier im Freien mit der Möglichkeit, zu jagen, auf Bäume zu klettern und herumzustreifen. Dieses Leben ist aber auch ein gefährliches Leben: Von 5 Jungtieren mit Auslauf vollenden nur 2 das 1. Lebensjahr und kaum ein Freiläufer erreicht die durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren.

    Außerhalb der Wohnung lauern zahlreiche Gefahren auf die Katze:

  • Autoverkehr (nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land)
  • Katzen auf dem Land können Jagdbeute für Füchse und Greifvögel werden
  • laut Gesetz dürfen Jäger eine Katze, die mehr als 200 - 300 m vom letzten Haus entfernt angetroffen wird, als wildernd abgeschossen werden
  • das Tier kann sich bei wildlebenden Katzen oder neuerdings auch Vögeln mit tödlichen Viruserkrankungen infizieren
  • es droht Vergiftungsgefahr durch Pflanzenschutz- oder Schädlings-bekämpfungsmittel
  • es gibt Katzenhasser und leider auch immer noch Tierfänger, die dubiose Händler mit ihrer unglücklichen "Ware" versorgen
  • Rassekatzen sehen anders aus als normale Hauskatzen, wodurch sie als wertvoll erkannt und gestohlen werden könnten
  • als Tierfreund sollte man auch an die vielen Jungvögel denken, die dem Jagdtrieb der freilaufenden Katze zum Opfer fallen
  • die kleinen Liebesbeweise in Form von toten oder lebenden Mäusen und Vögeln, die ins Haus oder vor die Tür gebracht werden, ist auch nicht jedermanns Sache
  • Eine oder mehrere Katzen

    Zwei Katzen sind besser als eine !!!

    Wenn der Besitzer berufstätig oder häufig außer Haus ist, ist es ratsam, der Katze einen Spielgefährten zu bieten.

    Wird zu einer erwachsenen Katze ein Jungtier angeschafft, gibt es in der Regel keine Probleme, da Jungkatzen noch einen Babyschutz haben und noch nicht geschlechtsreif sind. Problematischer wird es, wenn zwei erwachsene Katzen aneinander gewöhnt werden sollen. Hier kann es zu kleineren Auseinandersetzungen kommen, die mit Knurren, Fauchen oder Kratzen einhergehen. Nach etwa einer Woche sollte allerdings eine Beruhigung zwischen den kätzischen Mitbewohnern eingetreten sein.

    Man sagt auch, dass Kater, besonders nach erfolgter Kastration, einen gemütlichen Charakter entwickeln, während weibliche Katzen oftmals aufgeweckter und zickiger sind.

    Bestenfalls entscheidet man sich sofort für zwei Wurfgeschwister. Die beiden kennen sich von klein auf und man braucht sie nicht mehr aneinander zu gewöhnen.

    Gleichgeschlechtliche Tiere haben den Vorteil, dass es nicht zu unbeabsichtigten Deckungen kommen kann. Dieses wäre natürlich bei Wurfgeschwistern hinsichtlich der Inzucht besonders unerwünscht.

    Jedenfalls ist es weitaus interessanter und lustiger zwei Katzen beim Spielen zu beobachten, als einer einzeln gehaltenen Katze.

    Voraussetzungen für die Anschaffung eines Katzenbabys

    Die Entscheidung für ein Katzenkind ist mit vielfältigen Verpflichtungen und großer Verantwortung verbunden.

    Einige Menschen glauben, dass jeder Katzenliebhaber auch für eine Katze sorgen kann, doch Zuneigung allein reicht nicht aus. Ebenso wenig tragen ein gefülltes Bankkonto und ein großes Haus mit Garten allein zum Wohlergehen der Katze bei. Vielmehr kommt es darauf an, dass Sie bereit sind, Opfer für Ihre Katze zu bringen.

  • Das Katzenkind erhöht nicht nur die Zahl der Esser in Ihrer Familie - es braucht eine ganz bestimmte Ernährung. Trotz des großen Angebotes an Katzenfutter müssen Sie sich Gedanken über die richtige Ernährung machen. Dazu bedarf es wesentlich mehr, als mit einem Dosenöffner umgehen zu können.
  • Im Vergleich zu anderen Tieren schlafen Katzen relativ viel, doch sie müssen Körper und Geist trainieren, um gesund zu bleiben. So müssen Sie ihr Katzenkind immer wieder mit Spielen versorgen. Dies gilt ganz besonders für Wohnungskatzen.
  • Katzen bleiben nicht von alleine gesund. Regelmäßige Impfungen, Wurmkuren, Zahn- und Fellpflege müssen durchgeführt werden.
  • Sie sollten berücksichtigen, dass eine reine Wohnungskatze 15 bis 20 Jahre alt werden kann.
  • Habe ich genügend Zeit, um mich ausreichend um ein Kätzchen zu kümmern?
  • Wer kümmert sich um die Katze wenn sie verreisen möchten?

    Das neue Zuhause

    Holen Sie Ihr oder Ihre Kätzchen an einem Wochenende. Vielleicht können Sie auch ein paar Tage von Ihrem Urlaub opfern, um sich rund um die Uhr mit dem Tier vertraut zu machen. So stärken Sie die Beziehung.

    Nicht nur für Sie ist der Einzug des Katzenkindes eine aufregende Sache. Auch das Kätzchen hat einige Dinge zu verkraften:
    Trennung von der Mutter und den Geschwistern, eine neue Umgebung, fremde Gerüche und Geräusche müssen verarbeitet werden.

    Bevor das Kätzchen bei Ihnen eintrifft, versuchen Sie Ihre Wohnung katzengerecht zu gestalten und gefährliche Dinge zu entfernen. Einige denkbare Gefahrenquellen sind zum Beispiel Kippfenster, nicht gesicherte Balkone. Haushaltsreiniger und Medikamente sind unter Verschluss zu halten. Spitze Gegenstände und Gläser sollten für die Kleinen nicht zugänglich sein. Kleinteile, Folien und ähnliche Dinge könnten beim Spielen verschluckt werden. Plastiktüten, Schnüre und Kabel können ebenso zum Verhängnis werden. Weiterhin sollte auch an heiße Herdplatten, Bügeleisen, Wasch- und Spülmaschinen gedacht werden. Nicht zu vergessen sind die Pflanzen. Es gibt viele Zimmerpflanzen, die Gifte enthalten, die zu Übelkeit und Erbrechen und im schlimmsten Falle zum Tode führen können.

    Für seine erste Reise, die in der Regel mit dem Auto stattfindet, sollten Sie bevorzugt eine geschlossene Transportbox verwenden. Statten Sie die Box mit einer kuscheligen Decke aus. Transportieren Sie das Kätzchen niemals ohne Box. Durch die ungewohnte Situation im Auto (Bremsen, Beschleunigen) erschrecken die Kleinen leicht und es könnte zu unkontrollierten Reaktionen (Sprung ins Lenkrad o. ä.) kommen. Reden Sie stattdessen beruhigend auf das Kätzchen in der Transportbox ein.

    Zu Hause schließen Sie alle Fenster und nach draußen führende Türen, bevor Sie die Transportbox öffnen. Warten Sie ab, bis das Kätzchen alleine herauskommt - in der Regel dauert es nicht lange. Zeigen Sie ihm dann den Futterplatz und die Katzentoilette, lassen es ansonsten aber erst einmal in Ruhe. Es ist möglich, dass sich das Kätzchen erst einmal verkriecht, das ist völlig normal. Machen Sie oder Ihre Kinder bloß keine Jagd auf die Katze. Sie wird dann nicht so schnell Vertrauen fassen. Je weniger es sich bedrängt fühlt, desto eher wird es auf Sie zu kommen und seine Streicheleinheiten einfordern.

    Kätzchen sind von Natur aus neugierig und verspielt. Wenn Sie Ihrer kleinen Samtpfote helfen wollen, ihre Scheu zu überwinden, animieren Sie sie immer wieder zum Spielen.

    Wenn Sie sich gleich für zwei Kätzchen entschieden haben, baut sich die Scheu schneller ab. Nach dem Motto "gemeinsam sind wir stark". Animieren Sie beide zum Spielen. Sobald eines zum Spielen hervor kommt, kommt auch das andere. Mut steckt an!

    Erstausstattung

    Katzentoilette

    Hier gibt es verschiedene Modelle. Empfehlenswert ist eine Toilette aus kratzfestem Kunststoff, die man sehr gut reinigen kann. Die Vorteile einer Haubentoilette liegen darin, dass nicht so viel Streu außerhalb verteilt wird und der Geruch in der Box bleibt. Wobei der Geruch mit der richtigen Streu nicht nennenswert ist. Beobachten Sie Ihr Kätzchen, welche Toilette sie bevorzugt. Manche Katzen bevorzugen die geschlossenen Modelle, andere fühlen sich in der geschlossenen Toilette nicht wohl.